Scheint als haette ich das Glueck dieser Erde alleine fuer mich gepachtet!
Den ersehnten Anruf aus Kalifornien, dass ich als Fluglehrer dort gebraucht werde, ist letzte Woche erfolgt. Das heisst, dass ich mich nun wieder um ein Visum fuer die USA kuemmern muss und Anfang Dezember geht es dann wieder nach San Luis Obispo.
Wie es dazu kommt? Es gibt so viele Anmeldungen von neuen Flugschuelern bei Helipro, dass die beiden Fluglehrer Verstaerkung brauchen werden. Ich werde die beiden natuerlich sehr gerne unterstuetzen und darauf spekulieren, dass Andre im naechsten Fruehjahr einen anderen Job finden und annehmen wird. Dann koennte ich naemlich gleich drueben bleiben und weiterhin fleissig Flugstunden sammeln.
Mein Ziel wird sein auf mindestens 1.000 Stunden zu kommen, wenn es mir natuerlich noch laenger gefaellt als Fluglehrer, dann kann ich mir auch vorstellen, dass ich bis zu 1.500 Stunden dort bleiben werde, aber wir werden sehen was die Zukunft bringt - es kommt eh alles wie es kommen muss.
In diesem Blog werde ich meinen Weg vom Nichtflieger zum Hubschrauberpiloten dokumentieren, mit allen Höhen und Tiefen.
Montag, 25. Oktober 2010
Dienstag, 12. Oktober 2010
Back in good old Europe!
Ich bin seit wenigen Wochen wieder hier in Vorarlberg und alles laeuft wie am Schnuerchen. Hatte nach eineinhalb Wochen schon einen Job und ein Auto. Wenige Tage spaeter durfte ich dann auch in einer Ferienwohnung eines Bergrettungskameraden mein Lager aufschlagen, voll super! Zu Weihnachten werde ich da aber spaetestens wieder ausziehen, denn dann kommen Gaeste in diese Wohnung, aber wer weiss was bis dahin noch alles passieren wird - vielleicht bin ich ja dann auch schon wieder in den USA am Helifliegen?
Neben der Arbeit, uebrigens wieder als Hochbautechniker in einem Planungsbuero, informiere ich mich derzeit ueber die Fliegerei in Neuseeland, Australien und Kanada. Denn man weiss ja nie ob ich naechstes Jahr wirklich in der Flugschule in Kalifornien als Fluglehrer anfangen kann - den Flugschulen in Amerika gehen naemlich langsam aber sicher die Flugschueler aus - Wirtschaftskrise!
Darum nutze ich nun die Zeit um mich auf Plan B vorzubereiten - irgendwo auf diesem Planeten wird es einen Job fuer mich geben, da bin ich mir sicher!
Inzwischen war ich auch schon bei meinem ehemaligen Flugschueler Martin, dem ich in San Luis Obispo das Hubschrauberfliegen beigebracht habe. Er ist naemlich in der Schweiz, Bad Ragaz Fluglehrer fuer Flugzeuge, das habe ich genutzt und mein Versprechen eingeloest, dass ich mal einen Schnupperflug bei ihm machen werde. Ich sass also auf dem Pilotensitz einer Diamond DA 40 und Martin hat mir gezeigt wie man das Ding fliegt. Also ehrlich gesagt haette ich die Landung nicht ohne Schaden am Flugzeug hinbekommen, aber der Rest des Fluges ging ganz gut!
Wir sind von Bad Ragaz nach Ischgl - Bielerhoehe - Schruns - Bludenz - Feldkirch - Buchs und wieder zurueck zum Ausgangspunkt geflogen.
Neben der Arbeit, uebrigens wieder als Hochbautechniker in einem Planungsbuero, informiere ich mich derzeit ueber die Fliegerei in Neuseeland, Australien und Kanada. Denn man weiss ja nie ob ich naechstes Jahr wirklich in der Flugschule in Kalifornien als Fluglehrer anfangen kann - den Flugschulen in Amerika gehen naemlich langsam aber sicher die Flugschueler aus - Wirtschaftskrise!
Darum nutze ich nun die Zeit um mich auf Plan B vorzubereiten - irgendwo auf diesem Planeten wird es einen Job fuer mich geben, da bin ich mir sicher!
Inzwischen war ich auch schon bei meinem ehemaligen Flugschueler Martin, dem ich in San Luis Obispo das Hubschrauberfliegen beigebracht habe. Er ist naemlich in der Schweiz, Bad Ragaz Fluglehrer fuer Flugzeuge, das habe ich genutzt und mein Versprechen eingeloest, dass ich mal einen Schnupperflug bei ihm machen werde. Ich sass also auf dem Pilotensitz einer Diamond DA 40 und Martin hat mir gezeigt wie man das Ding fliegt. Also ehrlich gesagt haette ich die Landung nicht ohne Schaden am Flugzeug hinbekommen, aber der Rest des Fluges ging ganz gut!
Wir sind von Bad Ragaz nach Ischgl - Bielerhoehe - Schruns - Bludenz - Feldkirch - Buchs und wieder zurueck zum Ausgangspunkt geflogen.
| Bludenz und Buers |
| Paznauntal und Silvretta Stausee |
Donnerstag, 26. August 2010
Mein Aufenthalt in den USA geht zu Ende!
| Anflug auf den Airport "Mountain Air" |
Heute Abend werde ich meinen letzten Hubschrauberflug fuer eine laengere Zeit haben, wie lange weiss noch keiner so genau, wir werden es sehen! Wir fliegen heute nochmal ueber die "Smoky Mountains" und besuchen dort zwei Schueler von Michael, die dann dort gerade ihre Instrumentenflug-Pruefung machen werden. Nur um dann nochmal sicher zu gehen, dass auch mit der Buerokratie alles geklappt hat.
Ich werde dann ueber 30 Flugstunden im R44 haben und schon ueber 340 Std. gesamt in Helikoptern, was schon mal eine gute Basis ist fuer meine Zukunft als Pilot.
Morgen frueh fahre ich dann mit dem Mietauto nach Atlanta, was in etwa viereinhalb Stunden dauern wird und um 16:35 Uhr startet mein Flieger nach Zuerich. Am Samstag Frueh um 7:50 Uhr werde ich dann hoffentlich in Zuerich landen und mein Bruder holt mich dort ab.
Fuer ein Jetlag bleibt keine Zeit, denn am Samstag Abend bin ich schon gleich auf eine Geburtstagsfeier eingeladen, bei meiner ehemaligen Arbeitskollegin in Fraxern. Ich freu mich schon voll drauf!!!
Wenn ich dann wieder zu Hause bin muss ich erst mal mein Leben wieder in geordnete Bahnen bringen und mich um so Sachen kuemmern wie Job, Wohnung, Auto...
| Takeoff vom "Mountain Air" Airport |
| Takeoff vom "Knoxville Downtown" Airport |
| Knoxville, Tennessee |
Samstag, 21. August 2010
Meine ersten Stunden im Robinson R44
Mittwoch um 8:00 Uhr ging es los, erst hat mir Michael
den Preflight-Check am R44 noch kurz erklaert, ist aber im Grossen und Ganzen
gleich wie beim R22. Dann auf zum Run-Up, ist auch identisch mit dem R22, nur
der Motor hat einen besseren Sound, weil es ein 6-Zylinder ist, anstatt ein
4-Zylinder.
Nun ging es darum den R44 zum ersten mal vom Boden
aufzuheben. War kein Problem, ist um einiges stabiler im Flugverhalten als der
kleine R22, da der R44 ja um einiges mehr an Masse hat.
Michael hat mir von Anfang an gesagt, dass ich ihm
einfach sagen soll welche Maneuver ich fliegen will, er richtet sich voll und
ganz nach mir. Also habe ich erst mal ein paar Hoveruebungen gemacht und
anschliessend sind wir dann einige Platzrunden geflogen. Da es hier in
Tennessee sehr warm ist, fliegen wir immer ohne Tueren herum, ist sehr
angenehm, vergleichbar mit Cabrio fahren. Sogar wenn wir mal durch eine kleine
Regenfront fliegen wird man dabei nicht nass.
Wir fliegen hier drei mal Taeglich, in den ersten drei
Tagen haben wir schon 15.2 Stunden zusammen gebracht, ich werde also locker
meine 25 Stunden zusammen bringen – schliesslich bin ich ja jetzt noch fuenf
Tage hier, bevor es dann endlich wieder heim geht nach Oesterreich!
Michael hat mir erst mal die umliegenden Airports
gezeigt und ich habe die sehr schoene Landschaft hier schon aus allen
Blickwinkeln bewundert. Das allerbeste ist, dass es hier auch Wolken, Regen und
Gewitter gibt. Also kann ich hier auch Erfahrungen mit nicht so gutem
Flugwetter sammeln, mal auskundschaften
wie weit man gehen kann und wann der Zeitpunkt kommt, bei dem man besser
umdreht, auch das haben wir hier schon praktizieren muessen, natuerlich geht
die Sicherheit vor – wir sind ja beide nicht lebensmuede!
Auf einer unserer Reisen hier haben wir auch eine
Landung in einer sogenannten „Confined Area“ gemacht. Wir sind zu Michael’s
Elternhaus geflogen und haben uns zwischen Haeusern, hohen Baeumen und
Stromleitungen genau vor deren Garage „geparkt“. Das war ein Spass, die
Nachbarn haben dabei ziemlich gross geschaut und uns freundlich zugewunken!
Ankunft in Tennessee
Mein Flug startete um 22:50 Uhr in Los Angeles, nach
knapp vier Stunden Flugzeit und drei Stunden Zeitverschiebung landete ich um
ca. 6:00 Uhr Frueh in Atlanta. Im Flieger konnte ich nicht schlafen, also
standen mir nun vier Stunden Horror-Autofahrt nach Sevierville, Tennessee
bevor. Nur gut, dass ich zum Mietauto auch ein Navigationsgeraet gemietet
hatte, sonst haette ich mich auch noch um die richtige Streckenwahl kuemmern
muessen.
Nach den vier Stunden im Auto, uebrigens ein Chrysler
PT Cruiser (den wollte ich immer schon mal fahren!), war ich fix und fertig,
dabei war es erst ein Uhr Nachmittags. Ich habe also gleich im Hotel
eingechecked und wollte erst mal duschen. Da habe ich bemerkt, dass in der
Dusche gar kein Duschkopf montiert war. Na toll, also wieder runter in die
Rezeption und der Dame das Problem schildern. Diese wollte mich dann in ein
anderes Zimmer umquartieren, hat es aber dann doch nicht gemacht. Also kam
einige Minuten spaeter einer ins Zimmer marschiert und hat dann einen Duschkopf
auf das Rohr geschraubt, das dort aus der Wand ragte. Endlich konnte ich
duschen.
Das Fruehstueck, welches in der Hotelbeschreibung
angepriesen wurde, stellte sich als gratis Kaffee in der Lobby heraus, diesen
gibt aber den ganzen Tag – toll was, wo ich doch so ein Kaffee-Fan bin!
Das gratis Wireless Internet auf dem Zimmer?
Fehlanzeige, es gibt gratis Wireless Internet im Hotel, aber dazu muss ich mich
entweder in den dritten Stock vor den Lift, oder in den Raum mit den
Muenz-Waschmaschinen setzen.
Ich hatte die Nase gestrichen voll! Wollte nur noch
nach Hause, oder zurueck nach San Luis Obispo!
Abschied von San Luis Obispo
Eine grossartige Zeit in San Luis Obispo ist nun
vorbei, es war sehr interessant, lehrreich, lustig, kurz gesagt einfach genial!
Ich habe hier tolle Menschen kennengelernt, die den selben Traum haben wie ich
und jeder versucht ihn auf seine Weise zu verwirklichen. Ich habe auch gelernt,
dass Hubschrauberpiloten auf eine gewisse Art und Weise alles „Spinner“ sind.
Setzen alles auf eine Karte, geben ein sicheres und bequemes Leben einfach auf,
geben ihr letztes Hemd und versuchen ihr Glueck in der Fliegerei zu finden. Es
ist ein sehr steiniger und holpriger Weg! Es hilft dir keiner in diesem
Business, jeder muss in erster Linie auf sich selbst schauen. Wenn dir einer
etwas verspricht, dann hoer nicht darauf, es ist eh nicht die Wahrheit –
traurig, aber es ist leider so! Ich habe auch einige kennen gelernt die auf
diesem Weg stecken geblieben sind und dabei sehr viel Geld wahrscheinlich in
den Sand gesetzt haben.
Am Freitag 13. August 2010 habe ich San Luis Obispo
verlassen, bin mit meiner Mutter und meiner Cousine Gabi, die mich noch kurz
vor meiner Abreise hier besucht haben, noch fuer zwei Tage nach San Diego
gefahren.
Nach den zwei schoenen Tagen in San Diego sind die
beiden dann nach Hause geflogen und ich habe mich in den Flieger nach Atlanta
gesetzt. Denn ich hatte mir ja in den Kopf gesetzt, dass ich noch mit dem
Robinson R44 fliegen moechte. Da der Preis fuer eine Stunde im R44 in einer
Flugschule in Tennessee einfach das beste
Angebot war, habe ich noch diesen Zwischenstop auf meiner Heimreise eingelegt,
liegt ja quasi auch auf der Strecke.
Dienstag, 3. August 2010
Mein erster Flugschueler fliegt schon solo
Heute habe ich meinen ersten Flugschueler, den ich von Null weg ausgebildet habe, zum ersten mal solo fliegen lassen. Ist ein gutes Gefuehl, wenn man sieht wie die Schueler Fortschritte machen.
Eigentlich habe ich im Vorhinein geglaubt, dass ich bei seinem ersten Soloflug nervoeser sein werde als er selber. Aber es war gar nicht so, ich war voll relaxt.
Wir sind heute Vormittag gemuetlich zur Runway 25 gehovert, dort machen wir immer unsere Hover-Uebungen. Da habe ich ihn dann noch einige Hover-Maneuver fliegen lassen, bevor ich ihn dann gefragt habe: "Fuehlst du dich sicher?", genau so wie mich mein Fluglehrer am 01. Dezember 2009 gefragt hatte. Er hat sich sicher gefuehlt und ich war auch ueberzeugt, dass er es gut machen wird.
Also habe ich ihm nochmal gesagt worauf er achten muss, wenn er jetzt das erste mal alleine abheben wird. Denn das erste mal solo abheben ist richtig ungewohnt, man hat naemlich auf einen Schlag mal schnell knappe 200 Pfund weniger im Hubschrauber. Das macht beim kleinen Robinson R22 einiges aus. Erstens braucht man viel weniger Power um abzuheben und zweitens hebt zuerst die Nase des Helis vom Boden ab, bevor dann der hintere Teil der Kufen in die Luft schwebt - zu zweit hebt man ziemlich ausbalanciert vom Boden ab.
Danach habe ich noch kurz ueber Funk der Lady auf dem Kontrolltower Bescheid gesagt, dass ich jetzt aussteigen werde und mein Schueler seinen ersten Soloflug machen wird. Dann habe ich ihm viel Spass und einen sicheren Flug gewuenscht und bin ausgestiegen.
Alles hat hervorragend geklappt, er hat das sehr gut gemeistert, ich war richtig stolz auf ihn!
Als naechstes werde ich ihn nun morgen nochmal kurz auf Runway 25 hovern lassen und dann kommt seine erste solo Platzrunde. Dies ist dann noch eine Spur anspruchsvoller, denn dann heisst es nicht nur den Heli stabil in der Luft zu halten. Dann kommen noch so Sachen dazu wie funken, auf den anderen Flugverkehr achten, den Wind beruecksichtigen und natuerlich die ganzen Checks die man so machen muss.
Ich bin mir sicher, dass er auch das mit Bravour meistern wird!
Eigentlich habe ich im Vorhinein geglaubt, dass ich bei seinem ersten Soloflug nervoeser sein werde als er selber. Aber es war gar nicht so, ich war voll relaxt.
Wir sind heute Vormittag gemuetlich zur Runway 25 gehovert, dort machen wir immer unsere Hover-Uebungen. Da habe ich ihn dann noch einige Hover-Maneuver fliegen lassen, bevor ich ihn dann gefragt habe: "Fuehlst du dich sicher?", genau so wie mich mein Fluglehrer am 01. Dezember 2009 gefragt hatte. Er hat sich sicher gefuehlt und ich war auch ueberzeugt, dass er es gut machen wird.
Also habe ich ihm nochmal gesagt worauf er achten muss, wenn er jetzt das erste mal alleine abheben wird. Denn das erste mal solo abheben ist richtig ungewohnt, man hat naemlich auf einen Schlag mal schnell knappe 200 Pfund weniger im Hubschrauber. Das macht beim kleinen Robinson R22 einiges aus. Erstens braucht man viel weniger Power um abzuheben und zweitens hebt zuerst die Nase des Helis vom Boden ab, bevor dann der hintere Teil der Kufen in die Luft schwebt - zu zweit hebt man ziemlich ausbalanciert vom Boden ab.
Danach habe ich noch kurz ueber Funk der Lady auf dem Kontrolltower Bescheid gesagt, dass ich jetzt aussteigen werde und mein Schueler seinen ersten Soloflug machen wird. Dann habe ich ihm viel Spass und einen sicheren Flug gewuenscht und bin ausgestiegen.
Alles hat hervorragend geklappt, er hat das sehr gut gemeistert, ich war richtig stolz auf ihn!
Als naechstes werde ich ihn nun morgen nochmal kurz auf Runway 25 hovern lassen und dann kommt seine erste solo Platzrunde. Dies ist dann noch eine Spur anspruchsvoller, denn dann heisst es nicht nur den Heli stabil in der Luft zu halten. Dann kommen noch so Sachen dazu wie funken, auf den anderen Flugverkehr achten, den Wind beruecksichtigen und natuerlich die ganzen Checks die man so machen muss.
Ich bin mir sicher, dass er auch das mit Bravour meistern wird!
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